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Quittenschnaps

auch: Quittenbrand, Quitten-Obstbrand

Quittenschnaps aus reifen Quitten brennenQuitten sind sehr aromatische Früchte, die wegen ihres herb-adstringierenden Geschmacks und ihrer harten Fruchtfleischkonsistenz zum Frischverzehr meist ungeeignet sind, wohl aber zum Destillieren zu Quittenschnaps.

Bei Quitten wird wegen der Form der Früchte zwischen Apfel- und Birnenquitten unterschieden. Für die Verarbeitung zu Quitten-Obstbrand sind beide gleich gut geeignet, wobei Apfelquitten teilweise etwas dumpfer, aber aromareicher sind und Birnenquitten eher das typische Quittenaroma aufweisen.

Schnapsflasche schmalPrämierter Quittenbrand

Die Quittenbrände aus diesen Früchten sind sehr aromaintensiv. Bei der Verarbeitung ergeben sich aber durch die trockene Konsistenz immer wieder Probleme, die durch eine leichte Wassergabe zu verringern sind. Auch eine Verwendung von pektinspaltenden Enzymen hat gute Ergebnisse mit einer deutlichen Verflüssigung gebracht. Wichtig ist dann jedoch ein Abdestillieren sofort nach Gärende, um einen zu hohen Methanolwert im fertigen Destillat zu verhindern. Quitten sind unbedingt bei idealen Gärungsbedingungen zu vergären, denn sonst kommt es zu Gärstockungen und die Quittenmaische wird von den Enzymen nicht oder nur unvollständig aufgeschlossen, was zu verringerten Ausbeuten führt.

Schnaps aus Quitten ist zumeist durch intensive Aromakomponenten, die an Kräuter und Zitrone erinnern, gekennzeichnet. Der intensive Geruch und Geschmack kann sich bei Einfluss von UV-Licht sehr leicht abbauen, was eine dunkle Lagerung erfordert.

Als gute Brennsorten für Quittenschnäpse haben sich Mammuth, Champion, Rondo und einige Apfelquitten mit kleinen Früchten erwiesen. Zumeist ist der Zitronenduft bei Vertretern der Birnenquitten aber intensiver.

Quittenschnäpse im Vergleich

Quittenmaische

Quittenmaischen sind in der Regel nur sehr schwer pumpfähig, deshalb empfiehlt sich der Einsatz eines pektinspaltenden Enzyms.

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