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Johannisbeerschnaps

auch: Johannisbeerbrand, Johannisbeer-Obstbrand, Johannisbeergeist

Roter, schwarzer und weißer Johannisbeerschnaps


Johannisbeerschnaps wird seit den letzten Jahren von immer mehr Schnapsbrennern verarbeitet, was mit den relativ geringen Kosten der Früchte und der meist intensiven Aromaausbeute im fertigen Johannisbeerbrand zu erklären ist. Bei der Qualitätsproduktion ist eine Verarbeitung von gerebelten Johannisbeeren empfehlenswert, da die Kämme der Früchte zu einem adstringierenden Ton im fertigen Obstbrand führen. Dies ist wiederum auf den Gerbstoffgehalt zurückzuführen. Johannisbeerbrände, die mit Kämmen verarbeitet wurden, sind in Geruch und Geschmack nur entfernt als fruchttypisch zu erkennen, da grasige Töne überwiegen. Einzelne Brennereien setzen jedoch gerade auf diesen Ton, so dass auch solche würzigen Produkte am Markt zu finden sind. Ein entsprechender Johannisbeercharakter ist hier erst nach mehrjähriger Lagerung zu finden. Die Johannisbeere als pektinreiche Frucht führt während der Gärung zu einem sehr hohen Methanolgehalt. Dieser kann durch ein entsprechend frühes Brennen und einem frühen Abtrennen vom Nachlauf etwas vermindert werden. Keinesfalls dürfen bei der Johannisbeere die Nachläufe nochmals destilliert werden.

Schnapsflasche schmalBadischer Johannisbeerschnaps

Ein Johannisbeergeist ergibt feinfruchtige Noten mit oftmals sehr typischen Geruchs- und Geschmacksrichtungen. Rote Johannisbeeren ergeben einen sehr feinen, milden Obstbrand, der vereinzelt an Stachelbeere erinnern. Johannisbeer-Obstbrände aus weißen oder gelben Johannisbeeren sind wenig körperreich und verhalten. Bei aromaschwachen Schnäpsen ist die Herkunft nicht immer selbstverständlich erkennbar. Das Destillat der schwarzen Johannisbeere ist der Klassiker, der immer sehr intensiv wird. Deutliche Aromen in Richtung schwarze Johannisbeere und grasige Noten am Gaumen sind stets leicht zu erkennen und werden vom Liebhaber von Johannisbeerschnaps geschätzt.

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