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Holunderschnaps

auch: Holunderbrand, Holunder-Obstbrand

Holunderschnaps erlangt in vielen Regionen immer mehr Bedeutung, was auf den relativ großflächigen Anbau von Holunder zurückzuführen ist. Holunder wird in gerebelter Form verarbeitet, da die Stiele zu einem untypischen, herbsäuerlichen Ton im fertigen Holunderbrand führen. Sauber verarbeiteter Holunderschnaps ist sehr aromaintensiv und typisch als Holunder zu erkennen.

Holunder birgt in der Verarbeitung aufgrund seines hohen pH-Wertes (4,2-4,8) vielfache Herausforderungen. Daneben führt das in den Früchten enthaltene natürliche Sambunigrin (ein Konservierungsmittel) vielfach zu Gärstockungen und Gärschwierigkeiten, die nur durch Maischezugaben zu beheben sind. In einzelnen Regionen wird nicht der schwarze, sondern der rote Holunder zu Schnaps verarbeitet, der allerdings nicht so typisch und nicht so intensiv als Holunder zu erkennen ist.

Schnapsflasche schmalBadischer Holunderschnaps im Vergleich

Obstbrände aus den Früchten des schwarzen Holunders sind sehr aromatisch, intensiv und würzig. Je nach Reifegrad der Beeren und Zeitraum zwischen Einmaischen und Destillation kann die Aromastruktur von zartfruchtig bis sehr intensiv und breit mit öligem Abgang reichen. Bei Verkostungen werden Schnäpse mit zarter Fruchtigkeit und einem typischen Geschmack am Gaumen eher bevorzugt. Beim Holunder-Obstbrand ist es auch wichtig, dass er keinesfalls auf der Zunge brennt.

Holunderschnaps brennen

Holundermaischen, die in die abgehende Gärung destilliert werden, führen zu feineren und typischeren Bränden. Damit kann auch der dumpfe Ton im Holunderschnaps, der oftmals in der Lagerzeit entsteht, verhindert werden.

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